Die Dentalhygienikerin rät

Hier finden Sie Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Pflege von Zähnen und Mundraum.
Profitieren Sie von kostbaren Tipps und Informationen von Frau Manuela Lo Bue: Sie ist seit vielen Jahren als selbständige Dentalhygienikerin in Zürich niedergelassen und ist sie als Ausbildnerin an einer höheren Fachschule für Dentalhygiene (PZZ) tätig. Darüber hinaus steht sie als Vize-Präsidentin dem schweizerischen Berufsverband der Dentalhygienikerinnen (Swiss Dental Hygienists) vor.

Was tun gegen Zahnfleischbluten?

Zahnfleischbluten kann verschiedene Ursachen haben. Die Häufigste ist jedoch liegengebliebener Bakterienbelag. Die Bakterien in unserer Mundhöhle machen als Abbauprodukte Säuren und Toxine (Gifte), wenn sie Zucker verstoffwechseln. Es sind vor allem die Toxine, die die Zahnfleischentzündungen verursachen. Chronisch entzündetes Zahnfleisch beginnt mit der Zeit beim Zähneputzen zu bluten. Dies ist ein Alarmsignal. Es bedeutet, dass man sich dringend durch eine Dentalhygienikerin behandeln lassen sollte. Denn wenn der Zustand der Entzündung so stark fortgeschritten ist, kann man die diese in der Regel nicht mehr selbst zum abheilen bringen. Weitere Faktoren für Zahnfleischbluten können Hormone (Schwangerschaft, monatliche Zyklusschwankungen bei Frauen) oder auch die regelmässige Einnahme von Medikamenten sein. Wenn sie wissen möchten, was die Ursache für Ihr chronisches Zahnfleisch-bluten ist, sollten Sie eine Dentalhygienikerin aufsuchen. Die Dentalhygienikerin entfernt in der Praxis professionell alle krankmachenden Bakterienbeläge und zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Zahnfleisch und Ihre Zähne Ihrem Zustand entsprechend zu Hause pflegen sollen.

Chlorhexidin: Seine Rolle und Wirkungen

Chlorhexidin ist ein sehr spezielles Desinfektionsmittel. Chlorhexidin kann sich an die Bakterienoberfläche anheften und verändert so die Oberflächenladung der Bakterien. Dies führt dazu, dass die Bakterien absterben. Aufgrund dieses speziellen Wirkmechanismus kann es nicht zu resistenten Bakterien kommen, wie dies bei Antibiotika der Fall ist. Zudem ist Chlorhexidin sehr wirksam in der Mundhöhle. Chlorhexidin gibt es in Form von Gels oder Spüllösungen. Es kann eingesetzt werden bei Verletzungen oder Entzündungen des Zahnfleisches und unterstützt so die Wundheilung. Wenn Sie wissen möchten, ob Chlorhexidinprodukte zur Erhaltung der Gesundheit Ihrer Mundhöhle zum Einsatz kommen sollte, fragen Sie Ihre Dentalhygienikerin oder Ihre Zahnärztin.

Was sind die Ursachen von Zahnproblemen?

Die Hauptursache sind die Bakterien in der Plaque. In der Plaque (= weicher, zäh filziger Bakteri-enbelag) befinden sich sowohl die Bakterien, die für die Entstehung von Karies verantwortlich sind, wie auch jene die die Zahnfleischentzündungen verursachen. Weitere Faktoren sind die Ernährung und teilweise auch die Zahnstellung. Zahnengstand beispielsweise erschwert die Reinigung und be-günstigt deshalb Plaqueansammlungen. Die Ernährung wiederum spielt eine Rolle bei der Vermeh-rung der Bakterien. Eine zuckerlastige Ernährung begünstigt das Bakterienwachstum. Mehr Bakte-rien in der Mundhöhle fördern wiederum die Entstehung von Zahnproblemen. Es lohnt sich somit auf die Ernährung zu achten, eine gute Mundhygiene zu Hause zu betreiben und sich regelmässig einer professionellen Zahnreinigung durch eine Dentalhygienikerin zu unterziehen. So gewährleisten Sie sich die bestmögliche Prophylaxe.

Woher kommt der Zahnstein, den wir auf den Zähnen haben?

Der Zahnstein, den wir auf den Zähnen haben, ist nichts anderes als mineralisierte Plaque (=Bakterienbelag). Diese Mineralisation kann man sich als eine Art Verkalkung vorstellen. Wir alle haben calciumhaltige Verbindungen im Speichel, die an diesem Prozess beteiligt sind. Wenn nun der Bakterienbelag längere Zeit an einer oder auch mehreren Stellen nicht weggeputzt wird oder werden kann, dann beginnt er zu mineralisieren. Durch diesen Prozess wird er hart und somit zu Zahnstein. Zahnstein kann dann nicht mehr selber entfernt werden. Dazu braucht es die Dentalhygienikerin, die den Zahnstein mit professionellen Instrumenten entfernen muss. Bleibt der Zahnstein über einen langen Zeitraum liegen, so wächst und wächst er. Er trägt dazu bei, dass sich auf ihm immer mehr Plaque ablagert und weiter minimalisiert wird. In schlimmen Fällen kann er mit der Zeit sogar das Zahnfleisch verdrängen. Es ist deshalb wichtig für gesunde Verhältnisse im Mund den Zahnstein regelmässig professionell entfernen zu lassen.

Warum zur Prophylaxe Mundspüllösungen verwenden?

Mundspüllösungen haben viele verschiedene Funktionen, die die tägliche Mundhygiene sehr positiv unterstützen können. Es gibt Spüllösungen mit Fluoriden. Sie unterstützen die Kariesprophylaxe und eignen sich besonders Für Kinder ab 6-7 Jahren, Jugendliche und Kariesaktive. Des weiteren gibt es Mundspüllösungen, welche spezielle Zusätze haben zur Vorbeugung von Erosionen = säurebedingte Schäden an der Zahnhartsubstanz, welche vor allem durch übermässigen Konsum von sauren Süssgetränken ausgelöst oder gefördert werden. Dann gibt es noch eine weitere Gruppe von Spüllösungen, welche desinfizierende Substanzen enthalten. Sie werden bei der Behandlung von Zahnfleichschentzündungen, nach Zahnfleischoperationen oder Zahnentfernungen eingesetzt. Bestimmte desinfizierende Produkte können auch zur Langzeitbehandlung bei bettlägerigen oder behinderten Patienten Einsatz finden zur Milderung oder gar Verhinderung von Zahn-fleischentzündungen. Diese Spüllösungen enthalten sehr oft auch Substanzen die nicht nur Bakterien abtöten sondern auch deren Wachstum hemmen, was längerfristig die Gesundhaltung der Mundhöhle erleichtern kann. Um zu erfahren, welche Spüllösung idealerweise bei Ihnen zum Einsatz kommen sollte, fragen Sie am besten ihre diplomierte Dentalhygienikerin oder Ihren Zahnarzt.

Was macht die Aminfluorid ? Tips für die Stärkung den Zahnschmelz

Was ist anders an Aminfluoriden als an anderen Fluoridverbindungen wie zum Beispiel Natriumfluorid? Aminfluoride können wegen ihrer chemischen Struktur tiefer in die Zahnhartsubstanz eindringen. Somit entsteht eine bessere Schutz-funktion als durch andere Fluoride. Aber wozu sind denn Fluoride überhaupt nötig oder sinnvoll? Aminfluorid macht die Zahnhartsubstanz, das heisst vor allem den Zahnschmelz säureresistenter und nicht härter, wie uns die Werbung oft glauben macht. Wenn nun ein Säureangriff auf die Zähne erfolgt löst sich der Zahnschmelz an Ort und Stelle nicht so rasch auf, und es entsteht weniger schnell eine Karies. Wenn jedoch der Bakterienbelag (Plaque) immer an ein und der-selben Stelle liegen bleibt, kann es trotzdem zu Kariesbildung kommen, da das Aminfluorid dann nicht durch den Belag bis auf den Zahnschmelz gelangen kann. Deshalb ist es wichtig, dass man auch zu Hause eine gründliche Mundhygiene pflegt. Aminfluoride gibt es in Zahnpasten, Spüllösungen oder auch Gelées, welche sie in jeder Apotheke oder auch Drogerie erhalten. Um zu wissen, welche Produkte Sie idealerweise verwenden sollten, fragen sie ihre Dentalhygienikerin oder eine Fachperson.

Unsere Tipps für die Wahl Ihrer Zahnpasta (Abrasivität und PH-Wert). Für welche Anwendung?

Zahnpasten gibt es viele verschiedene. In diesem Dschungel den Durchblick zu haben ist nicht immer ganz einfach. Es gibt jedoch ein paar Punkte, die man berücksichtigen kann, damit man für sich die richtige Zahnpaste finden kann.

Alle Zahnpasten enthalten neben den verschiedensten anderen Inhaltsstoffen Scheuerpartikel. Die Scheuerpartikel polieren die Zähne beim Putzen und können die Entstehung von Verfärbungen verlangsamen. Die Scheuerwirkung von Zahnpasten ist aber ganz unterschiedlich. Dazu findet man bei einigen Marken auf der Tube einen RDA-Wert. RDA bedeutet Relative Dentin Abrasion. Ein Wert unter 50 bedeutet schwach abrasiv (am Zahn scheuernd), zwischen 50 und 80 ist mittel und grösser als 80 ist stark abrasiv.

Personen, die empfindliche Zähne haben sollten eher mit schwach abrasiven Zahnpasten putzen, um die Zahnhälse nicht zu reizen. Personen ohne Probleme können frei wählen. Konsumenten von Kaffee, Tee, Rotwein und Zigaretten können zwei- bis dreimal pro Woche eine abrasivere Zahnpaste benützen, wenn sie dem Verfärben der Zähne vorbeugen möchten. Es gibt jedoch keine Zahnpaste, die die Entstehung von Verfärbungen zu 100 % verhindern kann. Zahnpasten-Tuben, die keinen RDA-Werte aufgeführt haben, kennzeichnen schwach abrasive Zahnpasten mit dem Zusatz Sensitiv nach dem Zahnpasten-Namen.
Patienten mit sehr empfindlichen Zähnen können zudem noch auf den PH-Wert (Säurewert) achten. Ab PH 7 ist eine Zahnpaste neutral. Ein höherer PH-Wert bedeutet basisch und ein tieferer als 7 sauer. PH 6.5 ist schwach sauer und somit immer noch geeignet auch für empfindliche Zähne. Sollten Sie immer noch unsicher sein, welche Zahnpaste für Sie geeignet ist, dann Fragen Sie Ihre Dentalhygienikerin oder Ihren Zahnarzt.

Extra-Tipps um Karies vorzubeugen

Die Entstehung von Karies hat in der Regel viele verschiedene Faktoren. Begünstigend wirken jedoch eine zuckerhaltige Ernährung und regelmässiges Naschen zwischen den Malzeiten. Menschen, die kariesanfällig sind sollten ihre Nahrung möglichst in Form von Hauptmahlzeiten einnehmen und danach stets die Zähne putzen.

Wenn das Zähneputzen einmal nicht möglich sein sollte, dann sollte man die Zähne unbedingt gründlich mit Wasser spülen. Es hilft auch, wenn man danach noch etwa eine halbe Stunde lang einen zahnschonenden Kaugummi kaut. Kaugummi kauen fördert den Speichelfluss. Dies wiederum hilft schädigende Säuren in der Mundhöhle rascher zu neutralisieren. Zusätzlich sollte man entweder täglich mit fluoridhaltigen Spüllosungen spülen oder ein bis zwei Mal pro Woche ein fluoridhaltiges Zahngel benützen. Diese Produkte helfen ebenfalls Karies vorzubeugen.

Die oben beschriebenen Massnahmen können selbstverständlich von jedermann zum Schutz vor Karies angewandt werden. Für kariesaktive Patienten sind sie aber ein Muss, wenn sie nicht andauernd neue kariöse Stellen in Ihren Zähnen bekommen wollen. Um zu wissen, wie hoch Ihr eigenes Kariesrisiko ist, fragen Sie am besten ihre Dentalhygienikerin oder Ihren Zahnarzt.

Unsere Tipps für die Wahl Ihrer Zahnbürste

Zahnbürsten gibt es in allen möglichen Formen: mit grossen Köpfen oder kleinen und weichen bzw. mittelharten bis harten Borsten. Da stellt sich schon die Frage, welche man denn jetzt nehmen soll. Niemals falsch geht man, wenn man eine sehr weiche (super soft) Zahnbürste benützt. Da die meisten Patienten eher zu stark drücken beim Zähneputzen, entstehen beim Gebrauch von sehr weichen Zahnbürsten weniger Schäden an Zähnen und Zahnfleisch. Ob man eine Zahnbürste mit einem grossen oder eher kleineren Kopf benützt ist reine Geschmacksache. Dies gilt auch für die Form des Griffs. Als einfache Regel gilt: Die Zahnbürste sollte so in der Hand liegen, dass man sie gut führen kann. Und der Bürstenkopf sollte gerade so gross sein, dass er gut in die Mundhöhle passt. Mit Bürsten mit zu grossen Köpfen lässt es sich nicht so gut putzen. Sollten Sie immer noch unsicher sein, welche Zahnbürste ideal ist für Sie, dann fragen Sie Ihre Dentalhygienikerin. Sie kennt Ihre Situation am besten.

Geeignete Pre- und postoperativ-Pflege nach der zahnärztlichen Chirurgie

Falls ein grösserer zahnärztlicher chirurgischer Eingriff ansteht, lohnt sich vorgängig ein Besuch bei Ihrer Dentalhygienikerin um möglichst gesunde und saubere Verhältnisse zu schaffen. Wenn der Mund gesund ist, heilen Eingriffe rascher und besser.
Nach dem Eingriff lohnt es sich ein bis drei Mal pro Tag mit einer chlorhexidinhaltigen Spülung zu spülen um das operierte Feld regelmässig zu desinfizieren. In den ersten paar Tagen nach einem chirurgischen Eingriff sollte die operierte Stelle nicht geputzt werden, da man mit den Borsten gleich wieder verletzt und so die Wundheilung stört. Danach kann man mit einer sehr sehr weichen Zahnbürste langsam und vorsichtig dort wieder zu reinigen beginnen. Es gibt im Fachhandel extra Zahnbürsten für die Reinigung nach Operationen. Diese sind besonders weich, damit es bei der Reinigung möglichst keine Verletzungen gibt.

Extra-Tipps rund um die Pflege reizempfindlicher Zähne

Besonders in der Winterzeit leiden viel mehr Leute unter Zahnhalsüberempfindlichkeit als während der anderen Jahreszeiten. Bei Zahnhalsüberempfindlichkeit liegt ein Teil des Zahnbeins = Dentin bloss, welches Kälte, Wärme, Süsses, Saures oder mechanische Reize als Impulse auf den Zahnnerv überträgt, welcher dann mit einem unangenehmen Schmerz darauf reagiert. Diese Reizleitung kann jedoch unterbunden werden, indem man Produkte (Zahnpasten, Spüllösungen oder Gels) auf die betroffenen Zahnhälse aufträgt. Diese Produkte bewirken, wenn sie über eine gewisse Zeit regelmässig aufgetragen werden, eine Isolation des Dentins und somit Beseitigung des Schmerzes. Um zu wissen, welche Produkte Sie am besten verwenden sollten, fragen sie idealer Weise ihre Dentalhygienikerin. Denn Sie kennt die Verhältnisse Ihrer Zähne und kann Sie dementsprechend beraten.

Zahnverfärbungen? Weitere Tipps um weisse Zähne zu erhalten

Es gibt zwei Arten von Zahnverfärbungen: äusserliche und innere. Starke innere Verfärbungen lassen sich in der Regel nicht so ohne weiteres beseitigen. Sie können genetisch bedingt oder durch die Einnahme gewisser Medikamente im Kindesalter während der Bildung des Zahnschmelz verursacht worden sein. Äusserliche Verfärbungen lassen sich durch eine Politur bei der Dentalhygienikerin entfernen. Wenn die Zähne wieder sauber und weiss sind, kann man der erneuten oft raschen Verfärbung durch Kaffee, Tee, Rotwein oder Rauchen vorbeugen, indem man regelmässig, das heisst ein- bis zweimal pro Woche, eine etwas stärkere Zahnpaste benützt. Es gibt diesbezüglich einige Produkte auf dem Markt. Um zu wissen, welches Produkt jedoch für Sie am geeignetsten ist, fragen Sie am besten Ihre Dentalhygienikerin.
Selbstverständlich kann man in vielen Fällen die Zähne zusätzlich durch ein professionelles Bleichen = Belachen wieder aufhellen. Auch zu diesem Punkt kann Ihre Dentalhygienikerin Sie beraten.

Extra-Tipps um eine gesunde Mundhygiene zu erhalten

Wenn Sie bereits eine gute Mundhygiene und -gesundheit haben, lohnt es sich diesen Zustand aufrecht zu erhalten. Denn bei einer Verschlechterung dauert es meistens wieder eine ganze Weile bis man erneut einen guten Zustand erreicht hat. Neben regelmässiger professioneller Betreuung durch eine diplomierte Dentalhygienikerin empfiehlt es sich zusätzlich regelmässig Produkte anzuwenden mit Fluoriden, die die Zähne vor Karies schützen, oder desinfizierende Spüllösungen zu gebrauchen, um erneuten Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Bei schmerzenden, überempfindlichen Zahnhälsen lohnt sich der tägliche Gebrauch von Pasten oder Spüllösungen, die Substanzen enthalten, die diese Schmerzen lindern oder gar beseitigen können.

Wenn Sie unsicher sind, welche Produkte bei Ihnen zum Einsatz kommen sollten, dann fragen Sie idealerweise Ihre Dentalhygienikerin. Denn Sie kennt Ihre Begebenheiten am besten.

Was macht die Aminfluorid ? Tipps für die Stärkung des Zahnschmelzes

Aminfluoride sind spezielle Fluoridverbindungen, die die Fähigkeit haben tiefer in den Zahnschmelz einzudringen als zum Beispiel Natriumfluoride. Somit können sie die Zähne nachhaltiger schützen als andere Fluoridverbindungen, welche oberflächlicher am Zahn haften. Aminfluoride eignen sich besonders für kariesaktive Patienten und Kinder. In der Zwischenzeit gibt es die verschiedensten Produkte mit Aminfluoriden. Für eine gute Kariesprophylaxe empfiehlt sich die Anwendung von Aminfluorid-Gel ein bis je nachdem zwei Male pro Woche zusätzlich zum Gebrauch einer fluoridhaltigen Zahnpaste. So werden die Zähne noch besser gegen Angriffe von Säuren und somit Karies geschützt.

Welche Prophylaxe Sie aber am besten durchführen sollten, besprechen Sie idealerweise mit Ihrer Dentalhygienikerin. Denn Sie kennt Ihre Bedürfnisse am besten.

pH-Wert und Mundgesundheit

Es ist Mode geworden ein bis mehrmals täglich süss-saure Getränke zu konsumieren. Zu den süss-sauren Getränken gehören Cola, Cola light, Cola Zero, Redbull, Redbull light, Fanta, Rivella etc. Allen diesen Getränken ist gemeinsam, dass sie sauer bis sehr sauer sind und zum Teil viel Zucker enthalten. Da unsere Zähne Kalzium-Phosphat-Verbindungen sind, sind sie bis zu einem gewissen Grad löslich in Säure. Das heisst, dass immer wenn wir etwas Saures trinken oder essen, unsere Zähne leicht angeäzt werden. Unser Körper hat zum Glück die Möglichkeit via Speichelfluss diese Säuren in der Mundhöhle wieder zu neutralisieren. Je nach Speichelfluss und -zusammensetzung kann der Neutralisationsprozess aber bis zu ca. einer Stunde dauern. Wenn wir nun stündlich etwas Saures essen oder trinken, sind unsere Zähne praktisch den ganzen Tage in einem sauren Milieu. Dies bekommt ihnen auf die Dauer nicht. Damit sich die Zähne nach Genuss von Saurem wieder erholen können, lohnt es sich Saures auf zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag zu verteilen und nicht stündlich etwas davon zu konsumieren. Zähne, die stark säurebelastet sind verlieren an Zahnschmelz = Erosion. Der Zahnschmelz wird buchstäblich schichtenweise vom Zahn abgewaschen bis im Exteremfall nichts mehr davon übrig ist. Dann müssen die Zähne beim Zahnarzt überkront werden, da man sie mit Füllungen nicht mehr reparieren kann. Es besteht ausserdem ein erhöhtes Kariesrisiko, wenn man oft zuckerhaltige süss-saure Getränke zu sich nimmt. Und nicht zuletzt können die Zähne stark überempfindlich werden und schmerzen auf Kälte, Wärme, Süsses und Saures. 
Man kann vorbeugen, indem man saure Sachen nur zwei bis drei Mal pro Tag zu sich nimmt, danach die Zähne mit Wasser oder Milch spült, frühestens 45'-60' nach Säurekonsum die Zähne putzt, damit sie sich zuerst wieder etwas erholen können. Es gibt deshalb diverse Zahnpasten und Spüllösungen, mit denen man bei dieser Problematik unterstützend zur Schonung der Zähne veitragen kann. Wenn man jedoch von alledem nichts zur Hand hat, kann man auch 20'-30' einen zahnschonenden Kaugummi kauen. Dies hilft ebenfalls Säuren in der Mundhöhle rascher zu neutralisieren. Am besten lassen Sie sich für Ihre eigene Situation von Ihrer Dentalhygienikerin beraten.

Woher kommt der Zahnstein, den wir auf den Zähnen haben? Unsere Tipps um die Bildung von Zahnstein zu vermindern.

Zahnstein entsteht, wenn der Bakterienbelag=Plaque verkalkt. Damit der Bakterienbelag überhaupt verkalken, das heisst hart werden, kann, muss er mehrere Tage am gleichen Ort an den Zähnen liegen bleiben. Dies bedeutet, dass die Patientin aus irgend einem Grund den Belag an dieser Stelle über mehrere Tage nie entfernt hat oder hat entfernen können. Gründe dafür können sein, dass man eine eine Stelle, schlecht erreichen kann, eventuell nicht mit den idealen Hilfsmitteln putzt oder zu wenig Zeit investiert fürs Zähneputzen.
Bildung von Zahnstein lässt sich reduzieren oder gar ganz verhindern, indem man genügend lange und genügend oft die Zähne putzt am Tag. Ausserdem sollte man mit geeigneten Hilfsmitteln ausgerüstet sein. Damit man weiss, was für Hilfsmittel man idealer Weise benützen sollte, lässt man sich am besten von einer Dentalhygienikerin beraten.

Unsere Tipps für die Wahl Ihrer Zahnbürste

Grundsätzlich empfiehlt sich die Wahl einer weichen Zahnbürste, obwohl es auch mittelharte und sehr harte Zahnbürsten gibt. Eine weiche Zahnbürste muss mit weich, soft oder super soft bezeichnet sein. Ansonsten handelt es sich nicht um eine weiche Zahnbürste. Zahnbürsten ohne Bezeichnung sind in der Regel mittelhart. Die harten sind wiederum beschriftet mit hard oder hart.
Der Gebrauch weicher Zahnbürsten zeichnet sich langfristig meistens in weniger Schäden an Zahnfleisch ( Rezessionen) oder an der Zahnhartsubstanz (keilförmige Defekte) aus. Es gibt aber auch Ausnahmen, wo der Gebrauch einer mittelharten Zahnbürste durchaus Sinn machen kann.
Die obige Einteilung gilt so nicht für elektrische Zahnbürsten. Bei den elektrischen Zahnbürsten empfiehlt es sich eine Schallzahnbürste zu kaufen und keine Rundkopfbürste oder sonst eine herkömmliche elektrische. Bei elektrischen Rundkopfbürsten weiss man in der Zwischenzeit, dass sie mechanische Schäden am Zahnfleisch fördern. Dem ist jedoch nicht so bei den Schallzahnbürsten. Ausserdem reinigen Schallzahnbürsten meistens aufgrund ihres physikalischen Wirkmechanismus deutlich schonender und auch gründlicher als herkömmliche elektrische. Es gilt aber, wer zu stark drückt beim Zähne putzen, kann mit jeder Zahnbürste Schäden verursachen. Um zu wissen, welche Zahnbürste ideal ist für Sie, sollten Sie sich von einer zahnmedizinischen Fachperson beraten lassen.

Weitere Tipps gegen Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist Plaque=Bakterienbelag. Jedoch auch Medikamente können einen Einfluss haben oder bei Frauen auch oft die Hormone. Frauen haben somit durch die die veränderte Hormonlage während der Schwangerschaft, Stillzeit oder auch in der Menopause vermehrt Zahnfleischbluten.
In allen Fällen ist deshalb eine gute, auf die Bedürfnisse einer Person abgestimmte, Mundhygiene entscheidend. Zur Vorbeugung von Zahnfleischbluten oder auch als Unterstützung bei bereits vorhandenen Zahnfleischproblemen gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Produkten mit entsprechenden zusätzlichen Inhaltsstoffen in Form von Zahnpasten, Spülmitteln oder auch Gels. Um zu wissen, welche Produkte jeoch für Sie am besten geeignet sind, fragen Sie Ihre Dentalhygienikerin. Sie ist die Fachperson für die Pflege Ihrer Zähne.

Fluorid gegen Karies und Zahnerosion

Fluoride machen die Zahnhartsubstanz, vor allem den Zahnschmelz säureresistenter. Dadurch wird der Zahn bis zu einem gewissen Mass vor Säureangriffen geschützt. Eine Karies entsteht, indem die Säure den Zahnschmelz oder auch das Dentin angreift. Sie wird unter anderem als Abbauprodukt von den Bakterien in der Mundhöhle produziert wird, wenn sie Nahrungsmittel verstoffwechseln. Der Zahn kann trotzdem angegriffen werden, wenn zum Beispiel die Mundhygiene nicht gut genug ist. Dann bildet sich an speziell an den schlechter zugänglichen Stellen im Gebiss stets Plaque an den gleichen Stellen. Irgendwann entsteht dann eben trotzdem eine Karies.
Eine weiteres Problem sind Erosionen. Sie entstehen durch übermässigen Konsum von Saurem speziell durch säurehaltige Getränke wie Cola, Redbull u.a.m. Dadurch dass täglich mehrmals die Zähne von Säuren umspült werden, wird der Zahnschmelz gleich schichtenweise abgetragen. Die Zähne werden mit der Zeit dünner und dünner. Irgendwann müssen sie dann sogar mit einer Krone versorgt werden.
Fluoride helfen auch diesen Zahnschäden vorzubeugen. Sie wirken jedoch nur ausreichend, wenn der Säurekonsum in Massen erfolgt. Fluoride sind in Zahnpasten, Gelées, Spüllösungen und Speisesalz (blaues Pack mit grünem Balken) enthalten. Um zu wissen, welche Fluorid-Prophylaxe für Sie am geeignetsten ist, fragen sie am besten Ihre Dentalhygienikerin oder Ihren Zahnarzt.

Was ist Chlorhexidin? Seine Rolle bei der Erhaltung unserer Mundhygiene.

Chlorhexidin ist ein gängiges Desinfektionsmittel in der Medizin und Zahnmedizin. Seine chemische Formel hat den Vorteil, dass es nicht zur Resistenzbildung bei den Bakterien kommt. Somit darf man Chlorhexidinpräparate auch längerfristig anwenden. Ausserdem wirkt es ganz unspezifisch gegen ein grosses Bakterienspektrum. In der Zahnmedizin kommt Chlorhexidin nach chirurgischen Eingriffen wie z.B. nach dem Entfernen von Weisheitszähnen, in der Parodontitistherapie oder auch in der Prophylaxe zum Einsatz. Bei chronisch Kranken oder behinderten Patienten kann man somit mit Chlorhexidinspüllösungen auch langfristig prophylaktisch unterstützend arbeiten. Chlorhexidinspüllösungen oder auch -gels eignen sich auch sehr gut für einen kurzen Einsatz von ein bis zwei Wochen nach Putzverletzungen oder anderen Verletzungen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut. Man sollte Stellen mit akuten Verletzungen jeweils ein paar Tage schonen beim Zähneputzen.

Wann sollte man seine Zahnbürste wechseln ?

Grundsätzlich sollte man eine Zahnbürste nach ca. acht Wochen wechseln, selbst wenn die Borsten noch schön aussehen. Wenn die Borsten aber so richtig zur Seite abstehen, sollte man sie früher auswechseln, da sie sonst nicht mehr richtig reinigt oder auch das Zahnfleisch verletzen kann.  Man sagt nach acht Wochen, da sich an der Verschweissungsnaht der Borsten mit dem Bürstenkopf  Bakterien niederlassen. Somit wird eine Zahnbürste dann zum Bakterienpfuhl, was nicht gerade hygienisch ist.
Bei Schallzahnbürsten kann man die Bürstenköpfe aber bis zu drei Monaten behalten, wenn man sie richtig wartet. Das heisst, dass man nach dem Zähneputzen die Bürste noch eine halbe bis eine Minute unters fliessende Wasser halten sollte. Dann reinigen die Schallwellen auch den Bürstenkopf. Bei gewissen Marken von Schallzahnbürsten hat es auf der Zahnbürste einige farbige Borstenbündel, die sich während des Gebrauchs der Zahnbürste im Laufe der Zeit entfärben. Wenn die Bündel ganz entfärbt sind, sollte man spätestens einen neuen Bürstenkopf in Gebrauch nehmen.

Angemessene Pflege nach der zahnärztlichen Chirurgie

Nach zahnärztlichen chirurgischen Eingriffen empfiehlt es sich mit einer desinfizierenden Spüllösung ein bis zwei Mal pro Tag ein Minute lang zu spülen. In der Regel kommen dafür Chlorhexidin-Lösungen mit einer Konzentration von 0.1% bis 0.2% zum Einsatz. In den ersten Tagen sollte an einer operierten Stelle am besten gar nicht mit einer Zahnbürste gereinigt, sondern nur gespült werden. Danach kann man vorsichtig wieder mit dem Putzen beginnen. Man sollte jedoch ganz weiche Zahnbürsten verwenden, die extra für die Reinigung nach solchen Eingriffen bestimmt sind. Solche Zahnbürsten sind noch weicher als eine normale super soft Zahnbürste und entsprechend gekennzeichnet.

Tipps um überempfindliche Zähne zu verhüten und zu behandeln

Empfindliche Zähne bzw. Zahnhälse hat praktisch jeder Erwachsene in seinem Leben ein bis mehrere Male. Zahnahlsüberempfindlichkeit entsteht dadurch, dass das Zahnfleisch lokal etwas zurückgegangen ist und so ein kleiner Teil der Zahnwurzel, welcher aus Dentin ist, entblösst wird. Dentin ist deutlich empfindlicher als Zahnschmelz auf chemische und physikalische Reize. Um Zahnhalsüberempfindlichkeit vorzubeugen oder auch zu behandeln, kann man einiges tun. Nach Konsum von sauren Esswaren oder Getränken den Mund mit Wasser oder auch Milch spülen. Säure wird so rascher neutralisiert. Danach sollte man, wenn man nicht zum kariesaktiven Teil der Bevölkerung gehört, ca. eine Stunde warten mit dem Zähneputzen. Zusätzlich sollte man schwach abrasive Zahnpasten  verwenden. Ob eine Zahnpaste schwach abrasiv ist oder nicht, sieht man am RDA-Wert, welcher die Zahl 40 möglichst nicht überschreiten sollte. Man kann dies aber auch erkennen, wenn der Zahnpastenname das Wort sensitive enthält. Sensitiv-Zahnpasten haben in der Regel einen RDA-Wert unter 40-50, auch wenn dies nicht extra so auf der Tube steht. Und dann gibt es auch noch diverse Spüllösungen, Pasten oder Gelées, welche empfindliche Zahnhälse beruhigen können bei regelmässigem Gebrauch.

Zahnverfärbungen: Tipps für weissere Zähne

Zähne können grundsätzlich durch alle Farbstoffe in Nahrungsmitteln verfärbt werden. Es gibt jedoch vier Dinge, die die Zähne stärker verfärben als anderes. Die sind: Rauchen, Kaffee, Tee (alle Sorten) und Rotwein. Diese vier verfärben in der Regel die Zähne am stärksten. Zuerst werden die Zähne nur oberflächlich verfärbt. In dem Fall können die Verfärbungen bei einer Dentalhygienikerin wieder entfernt werden. Oberflächlichen Verfärbungen kann man aber auch zu Hause mit entsprechenden Zahnpasten vorbeugen. Dann setzt es nach einer Zahnreinigung nicht so rasch wieder an. Es gibt dazu bereits diverse Produkte auf dem Markt. Am besten lassen Sie sich von Ihrer Dentalhygienikerin beraten.

Dann gibt es aber auch Verfärbungen, die bereits im Zahnschmelz oder Dentin drin sind. Das heisst, sie sind bereits in inneren Schichten des Zahnes abgelagert. Solche Verfärbungen lassen sich weder durch polieren noch durch Zahnpasten entfernen. In solchen Fällen hilft nur noch, die Zähne zu bleichen. Dies sollte jedoch immer durch eine Dentalhygienikerin oder einen Zahnarzt durchgeführt werden, damit beim Bleichprozess keine Schäden an den Zähnen entstehen.

Extra-Tipps rund um die Pflege reizempfindlicher Zähne

Fast alle Erwachsenen leiden von Zeit zu Zeit an schmerzempfindlichen Zähnen. In der Regel handelt es sich um die sogenannte Zahnhalsüberempfindlichkeit. Sie entsteht, wenn das Zahnfleisch ganz lokal etwas zurückgegangen ist. Dies kann verschiedene Gründe haben: falsche Zahnputzmethode, zu harte Zahnbürsten, Zahnstellung oder oder oder. Dadurch wird ein Stück der Zahnwurzel freigelegt, das normalerweise mit Zahnfleisch bedeckt wäre. Der Zahn kann somit auf kalt, warm, süss oder sauer mit Schmerz reagieren, obwohl er eigentlich gesund ist. Um solche Zahnhalsüberempfindlichkeit zu behandeln oder ihr vorzubeugen, gibt es inzwischen diverse Produkte im Handel. Einerseits sollte man sich von seiner Dentalhygienikerin eine schonende Zahnpflege zeigen lassen, andererseits lohnt sich die Verwendung von entsprechenden Zahnpasten und Mundspüllösungen. Zahnpasten und Mundspüllösungen, die Zahnhalsüberempfindlichkeit behandeln, enthalten spezielle Wirkstoffe, die genau dort am Zahnhals wirken, wo der Schmerz entsteht. Es gibt inzwischen einiges auf dem Markt. Lassen Sie sich von einer Fachperson dazu beraten.

Die grössten Irrtümer und Wissenswertes über Chlorhexidin

Chlorhexidin ist ein Desinfektionsmittel, das gängig ist in der Medizin. Es desinfiziert zuverlässig gegen Viren, Bakterien und Pilze. Chlorhexidin findet man in Zahnpasten und Spüllösungen in verschiedenen Konzentrationen.
Man darf Chlorhexidin, entgegen der landläufigen Meinung, auch über lange Zeit täglich anwenden, da aufgrund seines chemisch-physikalischen Wirkmechanismus keine resistenten Bakterien entstehen können. Somit kann Chlorhexidin ebenfalls bei Betagten und Behinderten zuverlässig als Langzeittherapie zur Behandlung und Vorbeugung von Zahnfleischentzündungen eingesetzt werden.
Chlorhexidin ist zudem ideal zur Nachbehandlung von kleinen chirurgischen Eingriffen wie zum Beispiel von Weisheitszahn-Entfernungen.

Woher kommt und was tun gegen Zahnfleischbluten?

Zahnfleischbluten beim Zähneputzen ist höchstes Alarmzeichen. Bluten beim Zähneputzen deutet auf eine chronische, starke Zahnfleischentzündung hin.
Zahnfleischentzündungen entstehen durch Bakterienbeläge, welche beim täglichen Zähneputzen nur mangelhaft oder nicht entfernt werden oder werden können. Es ist daher nötig, eine chronische Zahnfleischentzündung durch eine Dentalhygienikerin behandeln zu lassen. Gleichzeitig muss der Patient aber auch zu Hause seine Mundhygiene der bestehenden Situation anpassen. Die Dentalhygienikerin steht hierbei dem Patienten beratend zur Seite.
Wenn die Entzündung erfolgreich behandelt und ausgeheilt ist, empfiehlt es sich in regelmässigen Abständen eine Dentalhygiene-Behandlung machen zu lassen, um einer erneuten Entzündung vorzubeugen.

Mundspüllösungen bei Zahnfleischproblemen

Zur zusätzlichen Behandlung und auch Vorbeugung von Zahnfleischproblemen empfiehlt es sich, neben einer individuell auf den Patienten abgestimmten häuslichen Zahnpflege, die regelmässige professionelle Zahnreinigung, zusätzlich noch eine Mundspüllösung anzuwenden. Mundspüllösungen werden in der Regel täglich einmal angewandt, am besten nach dem Zähneputzen vor dem Ins-Bett-Gehen, damit sie über Nacht gut wirken können.
Es gibt die verschiedensten Zahnspülungen, welche mittels Chlorhexidin, Zink-Hexetidin, einem Wirkstoffkomplex von ätherischen Ölen, weiteren Substanzen und mit oder ohne Zusatz von Alkohol auf die Bakterien einwirken. Meistens hemmen sie das Wachstum der Bakterien. Chlorhexidin zum Beispiel wirkt aber auch abtötend gegenüber Bakterien und somit desinfizierend. Welche Spüllösung jeweils zur Anwendung kommen sollte, bespricht man am besten mit seiner Dentalhygienikerin.

Warum zur Prophylaxe Mundspüllösungen verwenden?

Wer sollte eigentlich wann Mundspüllösungen verwenden? Mundspüllösungen können heutzutage viel mehr, als nur einen guten Geschmack im Mund zu geben. Die meisten Spüllösungen enthalten neben Fluoriden noch diverse andere Inhaltsstoffe, welche zur Vorbeugung gegen Zahnhalsüberempfindlichkeit oder auch der Behandlung von Zahnfleischentzündungen dienen können. Welche die richtige Mundspüllösung für Sie ist, finden Sie am einfachsten heraus, wenn Sie Ihre Dentalhygienikerin oder Ihren Zahnarzt fragen. Die zahnmedizinische Fachperson, welche Sie betreut, kennt Ihre Bedürfnisse am besten.

Die Rolle von Fluoriden bei der Prophylaxe

Fluoride werden seit vielen Jahren zur Kariesprophylaxe eingesetzt, weil sie die Zahnhartsubstanz (Schmelz und Dentin) säureresistenter machen. Dadurch löst sich die Zahnhartsubstanz weniger rasch auf, und eine Karies kann nicht so leicht entstehen. Deshalb sind Fluoride in Zahnpasten, Mundspüllösungen oder auch in Gelen enthalten. Heute kommt den Fluoriden aber noch eine weitere Funktion zu: Die meisten Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an überempfindlichen Zahnhälsen. Überempfindliche Zahnhälse entstehen, wenn das Zahnfleisch, das den Zahnhals schützt, sich zurückgezogen hat. Dadurch liegt der Zahnhals frei. Da der Zahnhals aus weicherem, ungeschütztem Dentin besteht, ist er sehr viel empfindlicher als die Zahnkrone, welche durch eine harte, schützende Schmelzschicht überzogen ist. Der Zahn kann daher leicht auf Kälte, Wärme, Säure oder mechanische Einflüsse mit Schmerzen reagieren. Fluoride in Form von Gelen, Pasten oder Spüllösungen können in diesem Fall Abhilfe schaffen. Bei regelmässiger Anwendung bilden sie eine Isolierschicht auf dem Zahnhals, sodass die über kleine Leitungen erfolgende Reizübertragung, welche den Schmerz verursacht, unterbunden wird.

Die verschiedenen Zahnschäden

Es gibt verschiedene Arten von Schäden an der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz & Dentin), die besonders häufig auftreten: die Karies (Zahnfäule) und die Erosion.
Die Karies ist ein bakteriell bedingter Zahnschaden, der vor allem durch den Konsum zuckerhaltiger Nahrungsmittel oder Getränke gefördert wird.
Die Erosion ist dagegen ein säurebedingter Schaden des Zahnes. Durch häufigen Konsum von Säurehaltigem wird die Zahnhartsubstanz schichtenweise abgetragen. Der Schaden kann sogar so weit fortschreiten, dass ein Zahn am Ende keinen Zahnschmelz mehr hat. Solche Zähne müssen dann zahnärztlich versorgt werden.
Man weiss heute, dass der regelmässige bzw. übermässige Konsum von süss-sauren Getränken wie Redbull, Cola, Fanta etc. die Hauptursache für die Entstehung von Erosionen sind. Erosionen vorbeugen kann man einerseits dadurch, dass man den Konsum von Saurem einschränkt, und anderseits durch die zusätzliche Verwendung spezieller Zahnpasten und Mundspüllösungen, die helfen, diesem Prozess entgegenzuwirken.

Was tun gegen Zahnverfärbung?

Extrinsische (auf der Zahnoberfläche aufliegende) Verfärbungen kann man durch eine Zahnreinigung bei einer Dentalhygienikerin entfernen lassen.
Damit so rasch nicht wieder neue Verfärbungen entstehen, kann man aber auch zu Hause etwas dagegen tun:
Es gibt diverse spezielle Zahnpasten, die etwas stärker putzen, ohne dabei jedoch die Zähne zu schädigen, und helfen, der Entstehung von Verfärbungen vorzubeugen. Die Anwendung erfolgt in der Regel zwei- bis mehrmals pro Woche. Man sollte jedoch jeweils in der Packungsbeilage nachlesen oder eine Dentalhygienikerin fragen, wie die entsprechende Zahnpaste zu verwenden ist.

Die verschiedenen Zahnverfährbungen

Man unterscheidet zwischen intrinsischen (inneren) und extrinsischen (äusseren) Verfärbungen:
Extrinsische Verfärbungen liegen nur auf dem Zahn auf und lassen sich durch eine dentalhygienische Behandlung wieder entfernen. Mit geeigneten Zahnpasten kann man der Entstehung dieser Verfärbungen auch vorbeugen.
Bei den intrinsischen Verfärbungen verhält es sich jedoch anders: Sie haben die Zahnoberfläche bereits durchdrungen und befinden sich daher auch im Inneren der Zahnhartsubstanz (Schmelz & Dentin). Sie lassen sich somit durch eine professionelle Zahnreinigung nicht mehr entfernen. Diese Art von Verfärbung kann man in der Regel mittels Bleichen entweder mildern oder ganz entfernen.

Was hilft für eine gute MundHygiene?

In der Zahnmedizin gilt es heute als unumstritten notwendig, einmal täglich die Zahnzwischenräume mit geeigneten Mundhygiene-Hilfsmitteln zu reinigen, wenn man Karies (Zahnfäule), Zahnfleischbluten (Gingivitis) oder längerfristig auch Knochenverlust (Parodontitis) vorbeugen möchte.
Tägliches Zähneputzen nur mit einer Zahnbürste ist dafür nicht ausreichend!
Für die Reinigung der Zahnzwischenräume gibt es inzwischen ein grosses Sortiment an Hilfsmitteln, welches von Zahnseide, verschiedenen Zahnstochern oder Interdentalraumbürstchen bis hin zum Airfloss reicht. Für die Auswahl eines geeigneten Hilfsmittels lässt man sich am besten von einer diplomierten Dentalhygienikerin beraten.

Handzahnbürste oder elektrische Zahnbürste?

Bei Handzahnbürsten gibt es einige Dinge zu beachten: 
Als Dentalhygienikerin empfehle ich grundsätzlich vor allem Zahnbürsten, welche die Bezeichnung soft oder super soft tragen, da sie schonender im Umgang mit dem Zah nfleisch sind. Eine Zahnbürste soll zwar sauber putzen aber möglichst keine Putzdefekte (Rezessionen oder keilförmige Defekte) verursachen.
Ob der Bürstenkopf grösser oder kleiner ist, ist reine Geschmackssache.
Die Zahnbürste sollte jedoch gut in der Hand liegen und dem Verbraucher entsprechen, damit er gut damit reinigen kann.

Bei den elektrische Zahnbürsten gibt es zwei grosse Gruppen: Schallzahnbürsten und andere, wozu auch die Oszillierende (runder Kopf) gehört.
Der Vorteil einer Schallzahnbürste (elektrische Zahnbürste mit Schallwellen) gegenüber den anderen elektrischen Zahnbürsten ist, dass sie sehr gründlich reinigt, somit auch Verfärbungen durch Rauchen, Konsum von Tee, Kaffee, Rotwein usw. vorbeugt und dennoch schonender putzt im Bezug auf das Zahnfleisch. Das heisst, dass es längerfristig eher weniger Schäden am Zahnfleisch gibt, welche infolge unsachgemässen Zähneputzens entstehen können.
Generell erleichtern elektrische Zahnbürsten das Zähneputzen auch für Kinder oder Personen mit eingeschränkter manueller Fähigkeit, da die Maschine einen Teil der Arbeit selber ausführt.
Ob man lieber mit einer Handzahnbürste putzt oder mit einer elektrischen Zahnbürste, ist am Ende Geschmackssache. Was zählt ist das Resultat.
Für ein optimales Resultat ist es jedoch empfehlenswert sich von einer diplomierten Dentalhygienikerin beraten zu lassen.

Lesen Sie hier die Tipps von Silvia Wettstein,. Sie ist seit vielen Jahren als selbständige Dentalhygienikerin in Baden tätig und lässt sie aus ihrem reichen Erfahrungsschatz profitieren.

Zahnschutz durch Fluoride

Wussten Sie schon, dass es bei Fluoriden Unterschiede gibt? In der Tat ist Fluorid nicht gleich Fluorid: In der Zahnmedizin wird zwischen mineralischen Fluoriden, zu denen Natriumfluorid und Zinnfluorid zählen, und Aminfluoriden unterschieden.

Fluoride werden eingesetzt, um den Zahnschmelz zu remineralisieren und zu stärken. Aminfluoride tun dies jedoch viel schneller und intensiver als mineralische. Da die Kontaktzeit beim Zähneputzen vergleichsweise kurz ist, macht es Sinn, bei der Wahl seines Zahnpflegeproduktes darauf zu achten, welche Art von Fluorid darin enthalten ist, damit der gewünschte Prophylaxe- und/ oder Reparatureffekt auch möglichst eintritt.

Säure im Mund neutraliesieren

Die Bakterien, die unseren Mund besiedeln, produzieren Säuren. Diese Säuren wiederum entziehen dem Zahnschmelz Mineralien und schwächen ihn dadurch. Säurehaltige Lebensmittel wie bestimmtes Obst oder Energy-Drinks schaden unseren Zähnen auf die gleiche Weise und in gleichem Masse. Aber auch durch mechanischen Abrieb, z.B. durch allzu unsanftes Bürsten der Zähne oder durch nächtliches Zähneknirschen, kann die Zahnhartsubstanz abgebaut werden.

Damit auf Dauer keine Stellen des Zahnschmelzes undicht werden, d.h. sich keine Erosion ausbildet, und so Raum für die Entstehung von Karies oder von Reizempfindlichkeiten geschaffen wird, ist eine regelmässige Fluoridbenutzung sinnvoll! Ist es nicht so, dass Sie Wanderschuhe regelmässig imprägnieren, mehr als Sommerschuhe oder Strassenschuhe? Warum tun Sie das? Damit Sie keine nassen Füsse bekommen. Genauso sollten Sie es mit Ihren Zähnen halten! Und das geht mit Fluorid: Fluorid fixiert die besagten Mineralien und wirkt so dem Abbau von Zahnschmelz und damit auch Erosion, Karies und Reizempfindlichkeit entgegen.

Zur täglichen Anwendung gibt es fluoridhaltige Zahnpasten und Mundspüllösungen, oder bei erhöhtem Fluorid-Bedarf auch Gele, und es gibt einmal wöchentlich anzuwendende Gelées mit besonders hohen Dosierungen. Benutzen Sie das Produkt, welches Sie am einfachsten und natürlichsten in Ihren Alltag einbauen können.

Ist es möglich, dass die Zähne mit der Zeit immer dunkler werden?

Ja! Aber unter Umständen hängt es z.B. auch mit der Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine zusammen. Aber Warum?
Mit einer neuen Kaffeemaschine werden nicht selten unbemerkt Gewohnheiten geändert. Aus einem Kaffee am Tag werden auf einmal 3 bis 4 Tassen. Das verfärbt die Zähne und hat erfreulicherweise mal nichts mit dem Alter zu tun. Die Herausforderung liegt auch hier wieder in der sorgfältigen und richtigen Pflege und was heute ausreichend ist, kann morgen allenfalls den Ansprüchen nicht mehr genügen.

Was ist gute Mundpflege?

Immer wieder wird eine gute Mundhygiene zum Thema. Was muss man bei einer guten Mundpflege beachten? Dazu ist wichtig  zu wissen, dass das Zahnfleisch, wie die Haut, sich mit dem Alter verändert. Man wird älter, bekommt Falten, die Haare fallen und die Zahnzwischenräume werden grösser. In der Gesichtspflege ist es für viele Frauen klar, dass die Haut mit dem Alter andere Bedürfnisse hat. Das Pflegeprogramm wird aus diesem Grund an die neuen Bedürfnisse der Haut angepasst. Das gleiche gilt auch für die Zahnhygiene, was viele nicht wissen.

Durch das vermehrte Hängenbleiben von Speiseresten in den Zahnzwischenräumen sind diese immer schnell entzündet. Das Zahnfleisch verändert sich aber mit den Jahren und lässt Zahnhälse zum Vorschein kommen und Zwischenräume entstehen, die man mit zwanzig noch nicht gehabt hat. Der Vorteil ist, dass die Zahnzwischenräume dann schneller und einfacher mit Interdentalbürsten zu reinigen sind und somit im Alter nicht alles nur schwieriger wird.

Gepflegte Zähne sind wie ein Schmuck. Wichtig ist aber, dass auch das Zahnfleisch gut mitgereinigt wird. Entzündetes Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen, füllt zwar schön den Zwischenraum aus, blutet aber sofort auf Berührung. Ein gesundes Zahnfleisch ist rosa und straff, so dass es auch Zwischenräume gibt.

Schutz durch Mundspülung

Oft sind die Vorsätze nach einer Zahnkontrolle gross, die Umsetzung dann nach ein paar Wochen immer schwieriger. Es ist noch nie ein Weltmeister vom Himmel gefallen. Wieso nicht im Kleinen anfangen und mit einer angenehmen Mundspülung, passend nach ihrem Geschmack, zur Unterstützung anfangen?

Mundgesunheit ist lebenqualität

Nicht immer sind wir gesund, umso mehr schätzen wir es, nach einer Krankheit wieder "auf den Damm" zu kommen. Gesundheit bedeutet aber auch Mundgesundheit, blutendes Zahnfleisch ist nicht angenehm und der dazukommende Geschmack nicht förderlich für ein strahlendes Lachen. Auf seine Gesundheit zu achten, ihr Sorge zu tragen und auch etwas dafür zu tun, ist wichtig, genauso natürlich auch bei der Mundgesundheit. Nehmen sie sich Zeit für Ihre Mundhygiene, ihr Geldbeutel wird es Ihnen auf lange Zeit danken und auch Ihr Biss. In diesem Sinne einen guten Appetit!

Reflektion der Zahnfarbe

In einer Farbberatung wird der Farb-Typ bestimmt, was sich dann auch auf die Zahnfarbe reflektiert. Probieren sie es aus und sie werden erstaunt sein, wie viel Einfluss Farbe und Licht haben und was eine Veränderung ausmacht.
Dies kommt bei einer guten Mundhygiene und allenfalls durch gute Zahnpasta-Produkte unterstützt natürlich besonders schön zur Geltung.

Bald kann man den Frühling wieder geniessen. Fast gleichzeitig kommt auch immer wieder der Blick in den Spiegel und auf die Waage. Was ist da aber mit unserer Zahnfarbe??? Auch da kann man sich mit den richtigen Produkten für ein strahlendes Sommerlachen unterstützen. Wie so oft sollte die Aesthetik aber nicht auf Kosten der Gesundheit gehen, sprich die Zahnpflege nicht zu abrasiv sein. Jedoch sollte sie eine gute Polierkraft aufweisen und damit die Verfärbungen, die durch den alltäglichen Konsum von Kaffee, Tee, Wein oder sonstiges entstehen, gut beseitigen.

Zähne im Winter

Sicher haben Sie sich an die Kälte des Winters gewöhnt und haben Mütze und Schal wieder zur Hand genommen. Wie aber steht es um Ihre Zahnhälse? Spüren diese auch die winterliche Luft? Damit sind sie nicht allein. Auch unsere freiliegenden Zahnhälse hätten gerne einen Schal.

Die Situation entsteht, wenn sich das Zahnfleisch aus unterschiedlichen Gründen etwas zurückgezogen hat und die Seitenkanäle offen sind. Diese kann man aber abdichten, respektiv die allerkleinsten Ausgänge füllen. Dazu gibt es spezielle Produkte, die man nach dem Zähneputzen am besten mit dem Finger oder Wattestäbchen aufträgt und einwirken lässt. Da es oft schwierig ist, genau zu lokalisieren, ist es sinnvoll, immer den Ober- wie auch den Unterkiefer grosszügig zu behandeln. Sollte sich innert wenigen Tagen nichts verbessern, ist sicher ein Gang zum Zahnarzt sinnvoll.

Durch den starken Temperaturwechsel im Winter von draussen und drinnen, sowie auch bei Essen, haben unsere Zähne allerfeinste Strukturveränderungen in der aeussersten Schicht (Schmelz), was im Winter bis in den Zahninnenteil leiten kann. Auch sind die Hälse freiliegend oder durch saure Essgewohnheiten lokal erodiert. Dies zu stabilisieren und zu lindern, ist es sehr unterstützend, nicht mit abrasiven Produkten zu reinigen. Sowohl bei der Zahnpastewahl wie auch bei der Zahnbürste.