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Mundtrockenheit

 

Mundtrockenheit: Wie ihr entgegenwirken

Es kommt vor, dass die produzierte Speichelmenge nicht genügt, um den Mund zu befeuchten, was zu Problemen an den Zähnen oder dem Zahnfleisch, Mundgeruch oder sogar Ernährungsschwierigkeiten führen kann. Es gibt Lösungen, um diese insbesondere bei älteren Menschen häufigen Beschwerden zu lindern.

Die Beschwerden bei sogenannter Xerostomie

Symptome der Mundtrockenheit

Die Mundtrockenheit (auch als Xerostomie bezeichnet) besteht in einer ungenügenden Speichelproduktion (Hyposalivation oder Oligosialie). Sie äussert sich durch einen pelzigen Mund, Trockenheit des Halses, Brennen, manchmal sogar kleinen Wunden im Mund. 
Das Kauen von Nahrungsmitteln kann mühsam werden und das Tragen von dritten Zähnen schwer zu ertragen. Manchmal beschwert sich das Umfeld über den schlechten Mundgeruch des Betroffenen.

Komplikationen durch Mundtrockenheit

Der Mangel an Speichel begünstigt die Ablagerung von Zahnbelag (Plaque), wodurch das Risiko für Zahnfleischentzündungen, Karies oder anderen Infektionen im Mund zunimmt. 
Bei älteren Menschen kann Mundtrockenheit die Ursache für Mangelernährung und infolgedessen von Abmagerung und allgemeinem Schwächezustand sein. Nebst den Kauschwierigkeiten zieht Mundtrockenheit bei dieser Personengruppe tendenziell auch einen Verlust des Geschmacksinnes nach sich, welcher wiederum zur Abnahme der Nahrungszufuhr beiträgt.

Ursachen für Mundtrockenheit

Xerostomie tritt bei älteren Menschen häufiger auf

Ältere Menschen leiden häufig an Mundtrockenheit, denn mit dem Alter nimmt der Speichelfluss tendenziell ab. Darüber hinaus nehmen ältere Menschen häufig chronisch verschiedene Medikamente ein, von denen einige dazu neigen, die Speichelsekretion zu reduzieren.
Schliesslich können auch bestimmte Krankheiten, die bei Senioren häufiger auftreten, durch deren Behandlung direkt oder indirekt die Speichelproduktion verringern: beispielsweise Alzheimer, Parkinson, Schlaganfälle, Herzinsuffizienz.

Krankheiten, die mit Mundtrockenheit einhergehen

Manche Krankheiten können eine Abnahme der Speichelproduktion (und manchmal der Tränenflüssigkeit) nach sich ziehen. Insbesondere sogenannte Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel das Sjögren-Syndrom, welches die Speichel- und Tränendrüsen beeinträchtigt.
Zudem nötigen Krankheiten, die die Nase dauerhaft beeinträchtigen, wie z.B. die ganzjährige (perenniale) Rhinitis, die Betroffenen dazu, durch den Mund zu atmen, was das Gefühl eines trockenen Munds erzeugt.
Zu guter Letzt können dehydrierende Krankheiten Mundtrockenheit verursachen: solche, die Fieber oder Durchfall mit sich bringen.

Medikamente, die Mundtrockenheit verursachen

Es gibt zahlreiche Arzneimittel, bei denen eine verringerte Speichelsekretion als Nebenwirkung auftritt. Zum Beispiel bei bestimmten Produkten, die gegen Angstzustände, Depressionen oder Psychosen wirken, aber auch bei Medikamenten gegen Allergien, Schnupfen, Schmerzen, Herzprobleme, Bluthochdruck usw. Um in Erfahrung zu bringen, ob ein bestimmtes Arzneimittel die mögliche Ursache für eine auftretende Mundtrockenheit sein kann, sehen Sie in der Packungsbeilage nach oder lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten.
Personen, die an Krebs leiden und die durch Strahlentherapie behandelt werden, beschweren sich häufig über Xerostomie, insbesondere wenn der behandelte Tumor nahe an den Speicheldrüsen liegt. Gewisse Chemotherapeutika gegen Krebs können ebenfalls zu Mundtrockenheit führen.

Weitere Ursachen für Mundtrockenheit

Über die ans Alter, an eine Erkrankung oder Behandlung gebundene Ursachen hinaus können weitere Faktoren zu Mundtrockenheit beitragen. Die häufigste Ursache ist das Rauchen, das nicht nur zu schlechtem Atem, sondern auch zu einer Entzündung der Speicheldrüsen führen kann.
Manchmal führt auch chronischer Stress zu Mundtrockenheit.

Mundtrockenheit lindern

1. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist das A und O

Um der Mundtrockenheit vorzubeugen und die Mundschleimhäute feucht zu halten, gewöhnen Sie sich als allererstes an, sich genügend Flüssigkeit zuzuführen. 
Trinken Sie mindestens 1.5 Liter Wasser pro Tag und essen Sie genügend Obst und Gemüse. Denken Sie daran, eine kleine Mineralwasserflasche mit sich zu führen. 
Wenn Sie beim Schlafen durch den Mund atmen, stellen Sie sich einen Luftbefeuchter ins Schlafzimmer.

2. Speichelersatzmittel

Speichelersatzmittel sind Produkte, die entwickelt wurden, um den Speichel zu ersetzen und den Mund nachhaltig zu benetzen und zu befeuchten. Meistens werden sie in Form von Sprays angeboten und können den Angaben des Herstellers entsprechend den ganzen Tag über immer wieder angewendet werden.

3. Den Speichelfluss stimulieren

Es gibt verschiedene Tricks, um die Speichelsekretion anzuregen: beispielsweise einen sauren Bonbon zu lutschen oder einen (möglichst zuckerfreien) Kaugummi zu kauen oder in Obst oder Gemüse zu beissen.
Es gibt Medikamente, die dafür bestimmt sind, die Speichelsekretion zu stimulieren, aber sie weisen unerwünschte Wirkungen auf, die deren Einsatz beschränken. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Zahnarzt beraten.

4. Dehydrierende Getränke vermeiden

Zur Linderung von Mundtrockenheit wird häufiges Trinken empfohlen. Aber Vorsicht, koffein- und alkoholhaltige Getränke haben eine diuretische Wirkung, die die Dehydrierung verschlimmert. Vermeiden Sie daher den übermässigen Konsum von Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks sowie aller alkoholischen Getränke.

5. Mit dem Rauchen aufhören - für eine bessere Mund- und Zahngesundheit

Wenn man an Mundtrockenheit leidet, sollte man mit dem Rauchen aufhören, um eine ausreichende Speichelsekretion wiederzugewinnen und ebenso um Komplikationen an Zahnfleisch und Zähnen vorzubeugen. Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachperson beraten. Sie wird sie gerne darin begleiten.